Netzwerk Flüchtlingshilfe wächst

2015-03-12 Pressebericht

Rund 120 Bürgerinnen und Bürger haben sich inhaltlich in das Rüsselsheimer Konzept für die Anerkennungs- und Willkommenskultur für Flüchtlinge eingebracht, das nun Christian Mayer, Leiter der Fachstelle Soziales, kontinuierlich fortschreiben wird. Nach wie vor melden sich viele Bürgerinnen und Bürger sowie Vereine bei der Stadt, die ankommende Flüchtlinge dabei unterstützen wollen, sich schnell zurecht zu finden und wohlzufühlen. Bürgermeister Dennis Grieser sagt: „Die große Hilfsbereitschaft der Bürgerinnen und Bürger ist vorbildlich. Um die Hilfestellungen zu bündeln, ist jedoch eine verlässliche Ansprechpartnerin notwendig. Deswegen habe ich durch Umstrukturierung der vorhandenen Personalstellen eine Stelle zur Koordinierung des Netzwerkes geschaffen und konnte hierfür unsere langjährige und erfahrene Mitarbeiterin Brigitte Herrberger gewinnen.“

Mayer und Herrberger werden in ihrem Team von Frank Scharpenberg, der die Flüchtlinge sozialpädagogisch betreut, sowie von Kerstin Deanovic in Verwaltungsaufgaben unterstützt. Der Kreis Groß-Gerau hat zugesagt, dass frühzeitig vor der Inbetriebnahme neuer Gemeinschaftsunterkünfte Personalstunden für die sozialpädagogische Betreuung der neuen Bewohnerinnen und Bewohner aufgestockt werden können. „Wir gehen davon aus, dass wir das, was wir in den 90er Jahren hinsichtlich der Unterbringung von Flüchtlingen geschafft haben, sogar besser hinbekommen werden“, sagt Grieser. Er weist darauf hin, dass die neuen Unterkünfte mit kleinen Wohneinheiten gebaut werden sollen. Nach außen würden die Gebäude optisch einen Eindruck wie ein normales Wohnhaus machen.

Grieser weist außerdem darauf hin, dass der Oberbürgermeister und er das Gespräch mit den Anwohnern der geplanten Unterkunft an der Breslauer Straße suchen werden. Er widerspricht in diesem Zusammenhang vehement der Überschrift im Rüsselsheimer Echo am Donnerstag (12. März), dass er schon scheinbar abschließend und ohne das Gespräch gesucht zu haben, festgestellt habe, dass sich der Protest in Wohlgefallen auflösen wird. Die Überschrift gebe isoliert betrachtet ein falsches Bild. „Ich habe vielmehr aus den Erfahrungen der Vergangenheit berichtet, dass es auch in den 90er Jahren an einigen Stellen Anfangsschwierigkeiten oder Bedenken gab, sich das Zusammenleben schlussendlich aber als unproblematisch dargestellt hat. In der Folge haben sich Bedenken damals in Wohlgefallen aufgelöst, und ich habe angemerkt, dass ich hoffe, dass Ähnliches in der Breslauer Straße geschieht.“ Selbstverständlich würde er die Bedenken der Anwohner nicht verharmlosen sondern sehr ernst nehmen und wolle genau deswegen mit den Anwohnern sprechen und sie umfassend informieren.

12.03.2015

Dieser Beitrag wurde unter Allgemein veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.