Rüsselsheim baut weitere Gemeinschaftsunterkünfte für Asylbewerber

Die Stadt Rüsselsheim will die Anerkennungs- und Willkommenskultur für Flüchtlinge stärken. Und mit rund 120 Teilnehmerinnen und Teilnehmern war die Resonanz auf den ersten Runden Tisch zur Flüchtlingshilfe überwältigend groß. „Dies unterstreicht die große Bereitschaft der Rüsselsheimer Bürgerinnen und Bürger, Flüchtlingen dabei zu helfen, sich in Rüsselsheim willkommen und aufgehoben zu fühlen. Gerade angesichts der steigenden Anzahl an Flüchtlingen wollen wir gemeinsam die bereits vorhandenen Unterstützungsangebote ausbauen und Lücken der staatlichen Hilfen schließen. Ich freue mich, dass sich in Rüsselsheim derart viele Menschen einbringen wollen“, sagte Bürgermeister Dennis Grieser.

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Christian Mayer von der Fachstelle Soziales stellte den Entwurf eines städtischen Konzepts für eine Anerkennungs- und Willkommenskultur vor, das als Arbeitsgrundlage für den Runden Tisch diente. Sechs Handlungsfelder wurden hier benannt, zu denen sich beim Runden Tisch jeweils kleine Workshops bildeten. Die ersten drei Handlungsfelder waren Integration, Sprachkompetenz sowie der Themenkomplex schulische Bildung, Ausbildung und Beruf. Die weiteren Handlungsfelder waren die medizinische Versorgung, Sport und Freizeitbeschäftigung sowie Spenden und Ehrenamt.

Um die Bedürfnisse und Wünsche der Flüchtlinge zu verdeutlichen, waren eine Familie aus dem Kosovo sowie ein junger Mann aus Pakistan anwesend. Die Frau aus dem Kosovo mit perfekten Deutschkenntnissen war aufgrund des Interesses emotional überwältigt. Großer Wunsch der vierköpfigen Familie ist es, eine Wohnung zu finden und eine dauerhafte Aufenthaltserlaubnis zu erhalten. Der junge Mann aus Pakistan schilderte seine Situation und seinen Wunsch, Arbeit zu finden.

In den einzelnen Workshops wurden zahlreiche Ideen gesammelt, die das Konzept komplettieren werden. Die Stadt wird nun die Ideen bündeln und alle Interessierten über das weitere Vorgehen informieren. Wer über weitere Veranstaltungen informiert werden möchte, kann sich bei der Stadt Rüsselsheim unter Telefon 83-2493 oder per E-Mail an brigitte.herrberger2@ruesselsheim.de melden.

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