Frauen in Fluchtsituationen beim Internationalen Frauentag im Fokus

Wenn am 8. März der Internationale Frauentag begangen wird, finden auch in Rüsselsheim zahlreiche Veranstaltungen statt. Rund um den Termin haben die Frauenbeauftragten der Stadt Rüsselsheim und Kultur123 Stadt Rüsselsheim, das Rüsselsheimer Stadt- und Industriemuseum, das Frauenzentrum Rüsselsheim e.V., der Ausländerbeirat, das Evangelische Dekanat Rüsselsheim, die Fachstelle Bildung sowie die Katholische Arbeitnehmer/innen- und Betriebsseelsorge Rüsselsheim/Bergstraße ein attraktives Programm auf die Beine gestellt.

Der diesjährige Frauentag legt den Fokus auf Frauen in Fluchtsituationen. „Frauen im Kreuzfeuer“ lautet der Titel der zentralen Ausstellung zu diesem Thema, die am Mittwoch, 11. März, um 19 Uhr in der Lobby des Rüsselsheimer Rathauses (Eingang Faulbruchstraße) durch Oberbürgermeister Patrick Burghardt eröffnet wird. Einlass ist ab 18.30 Uhr. Zu sehen sind Fotos der britischen Fotografin Jenny Matthews, die die Erfahrungen dokumentieren, die Frauen auf der ganzen Welt mit Krieg und Gewalt gemacht haben. 36 Schwarz-Weiß-Bilder zeigen, wie Frauen von Afghanistan bis Uganda Krieg und Gewalt überlebt haben, ein neues Leben beginnen und entscheidend am Wiederaufbau mitwirken. Anschließend ist die Ausstellung bis zum 26. März montags, dienstags und mittwochs von 8 bis 17 Uhr, donnerstags von 8 bis 18 Uhr sowie freitags von 8 bis 12 Uhr zu sehen.

Eine Diskussionsveranstaltung zur Ausstellung beleuchtet die Situation von Frauen auf der Flucht in ihrer Heimat, während der Flucht und im Aufnahmeland. Dazu gibt es einen Impulsvortrag der Journalistin Canan Topçu, die auch die Moderation der anschließenden Diskussion übernimmt. Das Podium wird mit Expertinnen und Experten zum Thema Flüchtlinge und Willkommenskultur besetzt sein. Beginn ist am 12. März um 18.30 Uhr in der Rotunde des Rüsselsheimer Rathauses (Eingang Faulbruchstraße), Einlass ist ab 18 Uhr.

Erklärtes Ziel der Veranstaltergemeinschaft ist es, mit vielfältigen Veranstaltungen zum internationalen Frauentag in und um Rüsselsheim dazu beizutragen, weibliche Sichtweisen in Politik und Gesellschaft einzubringen. Der Internationale Frauentag wird weltweit am 8. März gefeiert und ist für Frauen aller Kontinente seit über hundert Jahren ein wichtiges Datum, an dem Frauen Gleichberechtigung und noch nicht verwirklichte Frauenrechte einfordern. Die nach wie vor herrschende Gewalt gegen Frauen wird öffentlich angeprangert.

Unterstützt wird die Veranstaltungsreihe vom Büro für Frauen und Chancengleichheit des Kreises Groß-Gerau. Weitere Informationen gibt es im Büro der Frauenbeauftragten, unter der Telefonnummer 06142-83-2099, oder per E-Mail an frauenbeauftragte@ruesselsheim.de sowie unterwww.ruesselsheim.de/Veranstaltungen.html.

Weitere Veranstaltungen:
Donnerstag, 5. März 2015, 19 Uhr
Film: „Texas – Kabul“, Frauen gegen den Krieg

(Regie: Helga Reidemeister 2004, 93 Minuten) Beunruhigt durch die Tragödie des 11. September, sucht die Dokumentaristin Helga Reidemeister rund um den Globus das Gespräch mit Frauen, die sich mit Krieg und Gewalt nicht abfinden wollen. Der Eintritt ist frei. Ort: Stadt- und Industriemuseum der Stadt Rüsselsheim, Hauptmann-Scheuermann-Weg 4 (In der Festung)

Freitag, 6. März 2015, Weltgebetstag der Frauen
Weltgebetstag von den Bahamas mit dem Thema „Begreift ihr meine Liebe?“.
Ökumenische Gottesdienste in Rüsselsheim

17 Uhr kath. Kirche St. Georg (Königstädter Straße 20)
18 Uhr kath. Kirche St. Josef (Paul-Hessemer-Straße 2 1/10)
18 Uhr ev. Luthergemeinde (Gutenbergstraße 2)
18 Uhr ev. Gemeindezentrum Königstädten (Kohlseestraße 52)

Freitag, 6. März 2015, 20 Uhr
Comedy „Weiber, Weiber“

Das nunmehr dritte Programm der „Weiber“ zeigt die nimmermüden Vier und ihre begnadeten Musikerinnen auf einer Reise zwischen Kreuzfahrt und Kreuzweh. Ort: Theater Rüsselsheim, Am Treff 1. Eintritt: 25 Euro (Kartenverkauf: Kultur123 Stadt Rüsselsheim)

Sonntag, 8. März 2015, 11 Uhr
Weltfrauentag 2015 – Groß-Gerauer Frauen im Gespräch

Fünf Frauen aus der Region, aus verschiedenen Berufsfeldern und gesellschaftlichen Institutionen stellen sich in einer Talk-Runde vor. Das Programm wird musikalisch umrahmt. Ort: Stadtmuseum, Marktplatz 3, Groß-Gerau

Mittwoch, 11. März 2015, 18.30 Uhr
Was ist der Mensch…? – Ökumenischer Kreuzgang durch Rüsselsheim in Verbindung mit der Ausstellung „Frauen im Kreuzfeuer“.

Mit dem Kreuz als Zeichen für missbrauchte Menschenwürde beklagen Christinnen und Christen das Leid, das Menschen einander antun und nehmen die Not der Leidenden in ihr Gebet. Ort: Ev. Stadtkirche, Marktstraße / im Anschluss Rathaus

Freitag, 13. März 2015, 19 Uhr
Film: „Die letzte Schlacht – Berlin April 1945“ (Regie: Hans-Christian Blumenberg; D 2005 )

Soldaten der Roten Armee ziehen durch die Straßen Berlins und vergewaltigen Frauen. Eine von ihnen ist zwar mit einem Frontsoldaten verlobt, sucht sich aber zu ihrem Schutz einen russischen Soldaten.
Eintritt frei. Um verbindliche Anmeldung wird gebeten bei Anette Welp, Frauenbeauftragte der Gemeinde Trebur, Telefon 06147 20811, E-Mailanette.welp@trebur.de. Ort: Café Wunderbar, Kleine Grabengasse 7, Trebur

Freitag, 20. März 2015
Equal Pay Day,
Internationaler Aktionstag für Lohngerechtigkeit und Gleichberechtigung von Frauen in der Berufs- und Arbeitswelt. Das Motto 2015 lautet: „Spiel mit offenen Karten: Was verdienen Frauen und Männer?“

Die Organisatorinnen informieren über die Gründe der Entgeltunterschiede zwischen Männern und Frauen in Deutschland und wollen Entscheider mobilisieren, damit sich die Lohnschere schließt.
Veranstalterinnen:
Die Frauenbeauftragten der Stadt Rüsselsheim und Kultur123 Stadt Rüsselsheim, Frauenzentrum Rüsselsheim e.V., Evangelisches Dekanat Rüsselsheim, Fachstelle Bildung sowie die Katholische Arbeitnehmer/innen- und Betriebsseelsorge Rüsselsheim/Bergstraße und ver.di Vertrauensleute Rüsselsheim.

Donnerstag, 26. März 2015, 19 Uhr
Film: „SPLITTER Afghanistan“
(Regie: Helga Reidemeister 2013, 74 Minuten)

Das Elend, das dreißig Jahre Krieg über die Menschen in Afghanistan gebracht haben, wird in diesem Film lebendig und tut weh. Zugleich zeigt die Filmemacherin einen Ort der Hoffnung und die beeindruckende Überlebenskraft der an Leib und Seele verletzten Menschen im Orthopädischen Zentrum in Kabul.
Ort: Stadt- und Industriemuseum der Stadt Rüsselsheim, Hauptmann-Scheuermann-Weg 4 (In der Festung)

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